Tirol / Österreich
Alpbach

Vielen ist das  Alpbachtal aus der
Fernsehserie "Wildbach" bekannt.
Andere kennen Alpbach aufgrund
der Auszeichnung:
"schönstes Dorf Österreichs"

Skifans kennen das Alpbachtal
aufgrund der herrlichen 
Skipisten zwischen dem
Wiedersberger Horn und
Inneralpbach

Ort & Anfahrt:

Das Alpbachtal mit seinen 3 Hauptorten: Alpbach, Reith und Inneralpbach
   erreicht man über die Inntal-Autobahn, Ausfahrt Kramsach,
   oder über die Bundesstraße 171, Abzweigung in Brixlegg (Mautfrei).
Wer durch das Tal fährt oder durch die Orte spaziert, wird schnell feststellen,
   dass diese ihre Auszeichnungen nicht umsonst erhalten haben.
   Hier findet man Tirol noch so vor, wie man es sich vorstellt und wünscht.
   Ich habe jedenfalls keine "Bausünden" entdeckt, vielmehr hat es mich 
   überrascht, wie gut es den Ortsplanern gelungen ist die traditionelle und
   zweifellos sehr schöne tiroler Bauart beizubehalten.

Das Gebiet:

Das Hauptskigebiet des Tales ist das Wiedersberger Horn. 
   Außerdem gibt es noch ein kleineres in Reith und vereinzelte 
   Liftanlagen direkt in Alpbach.
Das Gebiet verfügt über ca. 35km präparierter Pisten,
   eine Skiroute mit einer Länge von ca. 8km und durch den neuen 4-er
   Sessel (Hornbahn) auch über zahlreiche Tiefschneehänge.
Der tiefstgelegenste Punkt ist die Talstation der Gondelbahn auf 1000m und
   der höchstgelegenste Punkt die Bergstation der 4-er Sesselbahn (Hornbahn)  auf 2025m.
   Das Zentrum des Geschehens, rund um den Gmahkopf liegt zwischen 1600 und 1900m.
Was Aussicht und Sonneneinstrahlung betrifft, bedient uns das Wiedersberger Horn
   bestens.
   Die Aussicht vom Kamm zwischen der Bergstation (Gondel) und dem Gipfel des Wieders-
   berger Horn ist phantastisch! Rofan, Karwendel, Zillertaler Alpen und das Inntal, alles
   bestens zu sehen. 
   Vor allem in den späteren Winterwochen (ab Ende Februar) kann man fast den ganzen
   Skitag so gestalten, dass man immer "in der Sonne" bleibt.

Saison:

Die Anlagen sind von Anfang Dezember bis Mitte/Ende April in Betrieb.
Allerdings ist die Talabfahrt zur Gondelbahn nicht mit Schneekanonen bestückt, und kann deshalb schon recht früh nicht mehr gut befahrbar sein. Bei meinem letzten Besuch (26.02.00) war diese Talabfahrt trotz eigentlich guter Schneelage schon schlimm vereist. Im Gegensatz hierzu war allerdings die Abfahrt nach Inneralpbach noch hervorragend.

Die Anlagen:

Mit Ausnahme der Einersesselbahn "Wiedersberger Horn", die nur bei sehr großem Andrang
in Betrieb genommen wird, sind die Liftanlagen durchwegs modern.
Lange Wartezeiten sind sehr selten, und kommen fast nur an der Talstation der Pöglbahn
in Inneralpbach vor.

12 Anlagen / Förderleistung ca. 14500 Pers./Std.
eine 4-er Gondel
eine 4-er Sesselbahn
eine 3-er Sesselbahn
zwei Doppelsesselbahnen
eine 1-er Sesselbahn
fünf Schlepp- und ein Babylift

Die Pisten:

Das Alpbachtal bietet wirklich jeder Könnensstufe etwas.
   Die 35 Pistenkilometer verteilen sich auf 13 Abfahrten, von denen
   3 mit schwarz, 8 mit rot und  2 mit blau gekennzeichnet sind.
Alleine zwischen Berg- und Mittelstation der Gondelbahn bieten sich dem Skifahrer
   4 verschiedene Varianten aller Schwierigkeitsgrade inklusive einer anspruchsvollen
   Buckelpiste.
Fast alle Abfahrten sind breit genug um seine Schwünge unbedrängt zu ziehen.
   Die oft so lästigen "Ziehwege" findet man nur in der Verbindung zwischen dem
   Gebietszentrum unterhalb der Gondel-Bergstation und den südlicher gelegenen
   Anlagen (Hornbahn und Brandegglift).

Meine Pistencharts:

Eigentlich mag ich alle Pisten im Skigebiet, trotzdem werde ich noch 3 besonders herausheben.
Meine Favoriten:
 I.) Die FIS-Abfahrt (Nummer 1) 
     Von der Bergstation der Gondel in Richtung Mittelstation.
     Die Abfahrt auf diese Route beginnt ausgesprochen flach, bevor man direkt unter der
     Gondelbahn hindurch einen toll präparierten Steilhang bewältigt. nach diesem Abschnitt
     bieten sich dann 3 Alternativen um zur Mittelstation zu gelangen: Die Buckelpiste,
     die Standard-Abfahrt oder die von mir bevorzugte Alm-Abfahrt (Nummer 3). 
 II.) Die Kafner-Abfahrt (Nummer 8).
      Diese ca. 4km lange Abfahrt  von der Bergstation der Pöglbahn bis hinunter nach Inner-
      alpbach fordert vor allem die Kondition. Vom Schwierigkeitsgrad ist dies eine typische
      rote Abfahrt, die aber aufgrund ihres konstanten Gefälles und ihrer Breite auch den
     "Profis" und "Carvern" viel Spaß bereitet.
 III.) Die "schwierige" Hornabfahrt (Nummer 10)
      Zwar ist diese Abfahrt mit schwarz gekennzeichnet, jedoch empfinde ich sie nicht
      schwieriger als ihre mit rot gekennzeichnete Alternative (Nummer 9).
      Diese, durch die im Dezember'99 in Betrieb genommene Hornbahn erschlossene, Ab-
      fahrt ist ein Ski-Genuss. Vor allem vormittags wenn der Schnee noch griffig ist, aber
      der Hang von der Sonne schon voll erfasst wird kann man sich hier, im baumfreien
      Gebiet, auf oder neben der präparierten Piste, völlig austoben.

Gastronomie:

Insgesamt 7 Restaurants/Skihütten sind mit angeschnalltem Gerät gut erreichbar.
Dazu kommen noch mehrere Imbiss-Stationen und die inzwischen nicht mehr weg-zudenkenden Schnee- oder Schirmbars.
Für das leibliche Wohl ist also ausreichend gesorgt. Am stärksten besucht sind die beiden
größten Einkehr-Stationen: die Asthütte an der Gmahbahn (3-er Sessel) und der Hornboden unterhalb der Gondel-Bergstation. Vor allem am Hornboden genießen viele Sonne, Aussicht, Musik und Essen.
Leider kann ich hier über Qualität und Preise keine Auskunft geben. 

Mein Hüttentipp:

Wenn ich im Alpbachtal bin, dann setze ich bei der Böglalm zum Einkehr-Schwung an.
Die Böglalm befindet sich inmitten der Galtenberg-Abfahrt in Inneralpbach an der Pöglbahn 1.
Obwohl die Hütte nicht die Höhenlage der beiden oben genannten besitzt, bietet sich einem auch hier ein tolles Panorama. Man blickt in die hinteren Regionen des Alpbachtals und auf
den Gipfel des Galtenberges mit seinen 2425m Höhe.
Genießt die Sonne auf der herrlichen Terrasse, stärkt Euch mit einem frisch gegrilltem
Hendel, einem ofenfrischen Apfelstrudel oder einem (riesigem) Schnitzel mit Pommes (die
hier nicht nach altem Fett schmecken) und Ihr werdet verstehen, warum es mich hierhin zieht.
Übrigens ist das Preis-Leistungsverhältnis sehr gut. Die Betreiber und Ihre Mitarbeiter
sind freundlich und vor allem sehr flink, also keine Angst, wenn's mal ansteht:
"Hier ist noch keiner verhungert"!

Preisniveau:

Der Skipass liegt mit 330ÖS/Tag noch unter der 50-Mark Grenze, und dieser Preis ist für
   das, was geboten wird, absolut gerechtfertigt. Der 6-Tages Skipass kostet in der
   Hauptsaison 1525ÖS (Preisangaben von 99/2000)
Das Preisniveau der Ski-Hütten kann ich eben leider nur am Beispiel der Böglalm
   beurteilen. Hier gilt dann das selbe wie beim Skipass: Das Preis-Leistungsverhältnis
   stimmt!

Mankos:

Viel fällt mir hierzu nicht ein:
Wie bereits erwähnt lässt die Pistenqualität der Talabfahrt zur Gondelbahn mit
   fortschreitender Jahreszeit rapide nach (hier keine Schneekanonen)

Link:                Tirol-pur: Alpbachtal/Seenland (mit Ski-Panorama)

Mein Gesamturteil:

Wer meinen Bericht gelesen hat, der wird's gemerkt haben: Mir gefällt es im Alpbachtal! 
Den Werbe-Slogan des Alpbachtals:
"Das Skigebiet für den guten Skifahrer und alle, die es noch werden möchten!"
finde ich passend, und  gebe
  von  

 

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